Riad Flughafen erneut angegriffen: Huthis tragen Jemen-Konflikt ins saudi-arabische Hinterland
Der internationale Flughafen Riad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Der Angriff am Vortag hatte mindestens 12 Tote und mehr als 300 Verletzte gefordert – der tödlichste Vorfall auf saudi-arabischem Boden seit über zehn Jahren. Wie France 24 berichtet, werden die Angriffe den iranisch unterstützten Huthis zugeschrieben; ihre Ursache liegt im Jemen-Krieg als Stellvertreterkonflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran in der Region.
Der internationale Flughafen Riad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Nach Berichten von France 24 hat der Angriff auf denselben Flughafen am Vortag mindestens 12 Tote und mehr als 300 Verletzte gefordert – es ist der tödlichste Anschlag auf saudi-arabischem Boden seit über zehn Jahren.
Im Bericht von France 24 werden die Angriffe den jemenitischen Huthis zugeschrieben, und beide Seiten werden als „iranisch unterstützte Huthis" und „saudi-arabisch unterstützte jemenitische Regierungstruppen" beschrieben; demnach haben sich die Kämpfe „über mehrere Wochen hinweg kontinuierlich verschärft". Diese Bezeichnungen offenbaren bereits die Struktur des Jemen-Konflikts: Er hat längst die Grenzen der jemenitischen Innenpolitik überschritten und ist ein Stellvertreterschlachtfeld, auf dem regionale Großmächte auf der Arabischen Halbinsel ihren Einfluss geltend machen.
Saudi-Arabien selbst ist jedoch der wichtigste externe Akteur im Jemen-Konflikt. Die Angriffe der Huthis auf das saudi-arabische Hinterland sind die unmittelbare Folge des Übergreifens dieses Stellvertreterkriegs.
Die genaue Art der Angriffe, die Angaben zu den Zielen sowie die jüngsten Opferzahlen müssen noch weiter verifiziert werden. Doch die aufeinanderfolgenden Angriffe auf den Flughafen Riad zeigen bereits deutlich, dass dieser Krieg nicht mehr allein dem Jemen gehört.
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