Erschießung und anschließende Einbehaltung der Leiche: Wie die israelische Militärgewalt den Lebensraum der Palästinenser immer weiter einschnürt
Die israelische Armee erschoss einen palästinensischen Mann im besetzten Westjordanland und behielt dessen Leiche ein; das Ereignis ereignete sich im Rahmen von Razzien und Verhaftungen an mehreren Orten und verdeutlicht die unmittelbaren Kosten, die die militärische Kontrolle für die gewöhnlichen Palästinenser verursacht.
Die israelische Militärgewalt raubte nicht nur einem palästinensischen Mann das Leben, sondern behielt auch dessen Leiche ein und dehnte die staatliche Gewalt über den Tod hinaus auf die Trauerrechte des Verstorbenen und seiner Familie aus. Am 8. September erschoss die israelische Armee diesen Mann während Razzien und Verhaftungsoperationen im besetzten Westjordanland; der Ort des Vorfalls lag in der Nähe von Nablus.
Dies ist keine abstrakte „Sicherheitslage", sondern ein konkreter Schaden unter Bedingungen äußerst ungleicher Machtverhältnisse: Die Seite, die über Waffen, Festnahmekapazitäten und die Initiative zum Handeln verfügt, entscheidet, wann sie in palästinensische Gemeinden eindringt, wann sie Bewohner mitnimmt und sogar, ob die Leiche eines Getöteten zurückgegeben wird. Für die gewöhnlichen Palästinenser besteht der Preis dieser militärischen Kontrolle in Lebensgefahr, Festnahmerisiko und der Beeinträchtigung der grundlegendsten Abschieds- und Bestattungsregelungen der Familien.
Die Einbehaltung der Leiche zeigt besonders deutlich, wie diese Macht über die militärische Operation selbst hinausgreift. Der Tod ist unumkehrbar; die weitere Kontrolle über den Leichnam lindert nicht den Schmerz der Angehörigen, sondern ermöglicht es den militärischen Institutionen nur, weiterhin in das Privatleben und gesellschaftliche Rituale hineinzuregieren. Die israelische Regierung muss die politische Verantwortung für die Handlungen ihrer Armee in den besetzten Gebieten und die dadurch verursachten zivilen Konsequenzen übernehmen und darf nicht zulassen, dass „Razzien" und „Verhaftungen" zu verwaltungstechnischen Formeln werden, die tödliche Gewalt und die anschließende Behandlung der Leichen verschleiern.
Die Tatsachengrundlage dieses Artikels beschränkt sich auf einen kurzen Bericht des englischen Senders Al Jazeera; bislang liegen keine weiteren Quellen vor, die die Identität des Getöteten, die Umstände des Schusswechsels oder eine Stellungnahme der israelischen Seite liefern. Die Informationslücken sollten nicht dazu benutzt werden, den Hergang vor Ort zu konstruieren, doch reichen die bekannten Fakten aus, um zu zeigen: Wenn militärische Institutionen in der Lage sind, Bewohner zu erschießen und Leichen zu kontrollieren, werden Leben, Würde und Familienrechte gewöhnlicher Menschen unter Zwangsgewalt gestellt.
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