Großbritannien und Frankreich setzen Israel gemeinsam unter Druck: In der Siedlungsfrage auf Distanz zu Washington
Wie die New York Times berichtet, führt der britische Premierminister Andy Burnham den Widerstand gegen den israelischen Siedlungsbau an und setzt gemeinsam mit Frankreich Israel unter Druck. Damit wird das bisherige Gefüge beendet, in dem Frankreich die Führung übernahm und Großbritannien folgte. Dieser Schritt bedeutet in der Israel-Frage eine Abkehr von der Washingtoner Position und könnte den Unmut der USA auf sich ziehen.
Wie die New York Times berichtet, führt der britische Premierminister Andy Burnham den Widerstand gegen den israelischen Siedlungsbau an und setzt gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Macron Israel unter Druck. Damit wird das bisherige Gefüge beendet, in dem Frankreich die Führung übernahm und Großbritannien folgte. Dieser Schritt bedeutet, dass in der Israel-Frage eine Abweichung von der Washingtoner Position entsteht, was den Unmut der USA auf sich ziehen könnte.
Der Bericht der New York Times weist darauf hin, dass Burnham sich vergangene Woche mit Macron getroffen hat. Der israelische Siedlungsbau im Westjordanland wird von der internationalen Gemeinschaft seit Langem als koloniale Expansion betrachtet, die gegen die Vierte Genfer Konvention und zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstößt. Die US-Regierungen vergangener Zeiten verhielten sich in der Siedlungsfrage ambivalent und blockierten im UN-Sicherheitsrat wiederholt zu Gunsten Israels, wodurch es europäischen Staaten selbst bei bestehender Bereitschaft, Druck auszuüben, schwerfiel, eine eigenständige und wirksame politische Hebelwirkung zu entfalten.
Dass Großbritannien diesmal die Führung übernimmt, bedeutet, dass London bereit ist, ein größeres politisches Risiko einzugehen und direkt in eine sensible Zone der US-Nahost-Diplomatie vorzustoßen. Zuvor folgte London in der Israel-Frage weitgehend dem Rhythmus Frankreichs und der EU, wobei seine Bemühungen hinter denen von Paris zurückblieben.
Diese britisch-französische Abstimmung zeigt auch, dass die politischen Risse innerhalb des westlichen Lagers in der Israel-Frage tiefer werden. Die USA nehmen aus innenpolitischen und strategischen Erwägungen gegenüber der israelischen Siedlungsausweitung seit Langem eine nachsichtige Haltung ein, während es den europäischen Staaten zunehmend schwerer fällt, sich der Verantwortung auf der Ebene des Völkerrechts zu entziehen. Der Bericht legt nicht offen, welche konkreten Druckmaßnahmen Großbritannien und Frankreich diesmal ergreifen wollen, und erwähnt auch keine mögliche Reaktion der US-Seite.
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