Welt und Sicherheit

Mehrere Orte in Riad unter Beschuss – Huthi-Offensive ist die tödlichste Runde des Konflikts

In der saudischen Hauptstadt Riad waren am Donnerstag mehrere Explosionen zu hören – die bislang tödlichste Angriffsrunde der Huthis gegen Saudi-Arabien. Wie die New York Times berichtet, hatten saudische Behörden am Vortag bestätigt, dass Huthi-Angriffe auf zwei Flughäfen im Land drei Todesopfer gefordert hatten. Die Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund der jahrelangen Intervention der von Saudi-Arabien angeführten Koalition im Jemen-Krieg, wobei westliche Großmächte eine zentrale Stütze dies

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Explosionen waren an mehreren Orten in der saudischen Hauptstadt Riad zu hören. Wie die New York Times berichtet, handelt es sich dabei um die tödlichste Angriffsrunde der Huthis gegen Saudi-Arabien im Rahmen der seit Jahren andauernden grenzüberschreitenden Angriffe. Am Tag vor den Explosionen hatten saudische Behörden bestätigt, dass Huthi-Angriffe auf zwei Flughäfen innerhalb Saudi-Arabiens drei Menschenleben gefordert hatten. Die genaue Ursache der Explosionen war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch ungeklärt.

Wie die New York Times weiter berichtet, haben die Huthis ihre Angriffe in den vergangenen Tagen bis ins Herz der Hauptstadt Riad ausgeweitet, wobei Flughäfen und andere Einrichtungen zu Zielen geworden sind. In ganz Saudi-Arabien herrscht Anspannung.

Erst wenn man diese Angriffsrunde in den Kontext des Krieges einordnet, dem sie angehört, wird das Gesamtbild sichtbar. Im Jahr 2015 hatte die von Saudi-Arabien angeführte Koalition – mit Waffenlieferungen, diplomatischer Abschirmung und nachrichtendienstlicher Unterstützung der USA und Großbritanniens – eine großangelegte militärische Intervention im Jemen gestartet. Jahre andauernde Luftangriffe, Seeblockaden und Belagerungen haben im Jemen Zehntausende Tote gefordert – ein Großteil davon Zivilisten – und die nach UN-Angaben schlimmste humanitäre Krise weltweit ausgelöst. Die Angriffe der Huthis auf Ziele innerhalb Saudi-Arabiens, darunter frühere Überfälle auf Einrichtungen des staatlichen Ölkonzerns Aramco und wiederholte Anschläge auf den Flughafen Riad, sind Reaktionen innerhalb dieses asymmetrischen Kriegsgefüges.

Was bleibt, sind die strukturellen Ursachen dieses Konflikts: die jahrelange militärische Intervention der saudischen Koalition im Jemen sowie die politische und materielle Stütze durch westliche Großmächte. Wenn in Riad die Alarmsirenen heulen, liegt die eine Hälfte der Frage dort, wo die Raketen einschlagen – die andere Hälfte bei dem Krieg, auf den sie gerichtet sind, bei denen, die ihn begonnen haben, und bei denen, die ihn stützen.

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