Politik und Regierung

Branchen-Nominierungen und gesetzliche Absicherung: Beschleunigte Öl- und Gas-Verpachtung von 400.000 Acres Bundesfläche in Colorado – ein Veteran legt weiterhin Berufung ein

Wie die Welt-Ausgabe der Times of India unter Berufung auf die Colorado Sun berichtet, plant das US-Bundesamt für Landmanagement (Bureau of Land Management, BLM), im Zeitraum von Dezember 2025 bis Dezember 2026 in sechs Auktionen in Colorado mehr als 400.000 Acres Bundesfläche für Öl- und Gas-Bohrungen bereitzustellen. Dieses Tempo ist durch die Exekutivverordnung „Energie der USA freisetzen“ sowie den Gesetzentwurf H.R.1 gemeinsam festgeschrieben – das neue Gesetz verlangt in den neun Erdöl-för

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TRUTH ERA

Wie die Welt-Ausgabe der Times of India unter Berufung auf die Colorado Sun berichtet, hat das US-Bundesamt für Landmanagement (Bureau of Land Management, BLM) einen Protest des Landeigentümers in Colorado und Golfkriegs-Veteranen Joel Mayne gegen die Verpachtung des Bergbaugebiets Baker's Peak für Öl und Gas abgewiesen und die entsprechenden Schürfrechte in der Auktion im Dezember 2025 weiterhin ausgeschrieben. Mayne hat daraufhin beim Board of Land Appeals des Innenministeriums in Washington, D.C. Berufung eingelegt – sieht sich jedoch einem von einer Exekutivverordnung und Gesetzgebung gemeinsam vorangetriebenen, weit über individuelle Proteste hinausgehenden Ausweitungsplan für die Verpachtung von Bundesflächen gegenüber.

Einer Statistik der Colorado Sun zufolge plant das BLM, von der Auktion im Dezember 2025 bis Dezember 2026 in sechs Versteigerungen in Colorado mehr als 400.000 Acres Bundesfläche für Öl- und Gas-Bohrungen bereitzustellen. Die für die Verpachtung vorgesehenen Gebiete erstrecken sich von den Rocky-Mountain-Wäldern nahe der Grenze zu Wyoming bis hinunter zum Grenzgebiet zu Oklahoma, dem Comanche National Grassland sowie dem Roan Plateau in der Nähe von Grand Junction.

Der Bericht weist darauf hin, dass diese Beschleunigung durch das Zusammenwirken zweier politischer Ebenen angetrieben wird. Einerseits habe Trump in seiner zweiten Amtszeit die Exekutivverordnung „Energie der USA freisetzen“ unterzeichnet und einen „nationalen Energienotstand“ ausgerufen, was der Energieentwicklung auf Bundesflächen den Weg geebnet habe; andererseits habe der vom Kongress verabschiedete Gesetzentwurf H.R.1 („One Big Beautiful Bill Act“) die Verpachtungsauktionen für Öl und Gas in Colorado und acht weiteren Erdöl-fördernden Bundesstaaten gesetzlich auf eine Auktion pro Quartal festgelegt und die Entscheidungshoheit darüber, „welche Flächen in die Auktion gelangen“, grundlegend verändert.

Nach dem neuen Verfahren kann die Erdöl- und Gas-Industrie eigeninitiativ Flächen nominieren, die in die Verpachtung aufgenommen werden sollen; bei der ersten Auktion müssen mindestens 50 Prozent der nominierten Flächen ausgeschrieben werden, und sämtliche nominierten Flächen müssen innerhalb von 18 Monaten zur Versteigerung gelangen. Damit verfügt die Industrie nicht nur über ein direktes Nominierungsrecht für die Auktionsflächen, sondern zugleich über einen gesetzlich abgesicherten Zeitplan.

Laut Statistiken des Center for Western Priorities hat die derzeitige Regierung in dem Bundesstaat rund 287.800 Acres Bundesfläche ausgeschrieben, von denen 215.100 Acres bereits verkauft wurden; bei der Auktion im Juni 2025 wurden 155.000 Acres veräußert, im Dezember stehen weitere rund 124.800 Acres zur Versteigerung an. Das Center verzeichnet zudem 296 ungenutzte Bohrgenehmigungen auf Bundesflächen in Colorado – diese bestehen unabhängig von der neuen Auktionsrunde und stellen bereits einen aktivierbaren Bestand an Förderkapazität dar.

Aus Daten des BLM selbst geht hervor, dass in Colorado bis Ende 2025 bereits rund zwei Millionen Acres Bundesfläche für Bohrungen verpachtet sind, von denen sich 73 Prozent in tatsächlicher Erdöl- oder Erdgasproduktion befinden. Die nächste Auktion umfasst 29 Blöcke mit rund 14.095 Acres, wovon etwa 600 Acres in der Nähe des Aurora-Stausees im Arapahoe County liegen – einer Gegend, in der Anwohner bereits zuvor Ablehnung gegen Bohrtätigkeiten geäußert hatten.

Für Mayn, der in der Nähe von Craig im Norden Colorados lebt, beginnt das Problem direkt unterhalb des Berges, an dem er wohnt. Er organisierte umliegende Landeigentümer im gemeinsamen Widerstand gegen die Entscheidung des BLM, die Schürfrechte an Baker's Peak zu veräußern, und entschied sich, nachdem sein Protest von der Behörde abgewiesen worden war, den förmlichen Weg der Bundesbeschwerde zu beschreiten.

Verfahrensseitig bestimmt die Industrie über das Nominierungsverfahren unmittelbar, welche Flächen in die Auktion gelangen, wobei ein Gesetz gewährleistet, dass diese Flächen innerhalb von 18 Monaten zur Versteigerung kommen; Einzelpersonen wie Mayne hingegen bleibt nach Abweisung ihres Protests durch das BLM lediglich der Weg zur Beschwerdestelle in Washington, D.C. Der Bericht stellt fest, dass die betreffenden Auktionen unterschiedliche Landschaften und Gemeinden betreffen, die Bundesregierung diese Flächen als Energieentwicklungsgebiete behandelt, während Anwohner wie Mayn die konkreten Verpachtungsentscheidungen weiterhin anfechten.

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