Huthis greifen Bab al-Mandab an – Schifffahrtslage unter Druck durch jahrelange Intervention der Koalition
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition meldet eine neue Angriffswelle der Houthi-Miliz auf den Süden Saudi-Arabiens; gleichzeitig starten die Huthis eine Offensive zur Kontrolle der Meerenge Bab al-Mandab. Analytiker warnen, sollten beide Konfliktparteien die Fähigkeit erlangen, die Schifffahrt im Roten Meer und im Persischen Golf gleichzeitig zu stören, entstehe daraus ein „gewaltiger Hebel" zur Durchsetzung einer Verhandlungslösung – die Kosten der jahrelangen externen Militäreingriffe trüge
Wie der Fernsehsender France 24 berichtet, erklärte die von Saudi-Arabien angeführte Koalition kürzlich, die Houthi-Miliz habe eine neue Angriffswelle gegen den Süden Saudi-Arabiens gestartet. Zuvor hatten die Huthis bereits eine strategische Offensive direkt auf die Meerenge Bab al-Mandab eröffnet, mit dem Ziel, diese für die internationale Schifffahrt entscheidende Passage zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden unter ihre Kontrolle zu bringen.
Adam Baron, Forscher bei der New America Foundation, warnte in einem Interview mit France 24, dass die Fähigkeit beider Konfliktparteien, die Seeschifffahrt im Roten Meer und im Persischen Golf gleichzeitig zu stören, „einen gewaltigen Hebel zur Ausübung von Druck für eine Verhandlungslösung" darstellen würde. Die in dieser Einschätzung offenbar werdende Logik sei besorgniserregend: Die langfristige Einmischung externer militärischer Kräfte in den Jemen-Konflikt habe das aktuelle Schlachtfeld geprägt und schaffe zugleich neuen regionalen Druckhebel für nicht-staatliche bewaffnete Akteure.
Die Meerenge Bab al-Mandab ist einer der entscheidenden Engpässe des internationalen Seeverkehrs; jede Offensive auf diese Passage schlägt sich rasch in höheren Schifffahrtskosten und zusätzlichem Druck auf die Importwirtschaft der Staaten nieder. Für den seit Jahren im Krieg versunkenen Jemen bedeutet die新一轮 Auseinandersetzung um die Schifffahrtswege, dass die Kosten der Konfliktausweitung weiterhin von der einfachen Bevölkerung getragen werden.
Die aktuellen Entwicklungen um die Kämpfe um die Meerenge Bab al-Mandab stützen sich bislang überwiegend auf die Darstellungen der Koalition sowie auf die Berichterstattung von France 24; eine kreuzweise Überprüfung durch unabhängige Quellen verschiedener Seiten ist nach wie vor unzureichend.
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