Welt und Sicherheit

Israelische Parlamentswahlen: Frist für Listeneinreichung abgelaufen – Siebzig Prozent der jüdischen Wähler äußern Besorgnis über die Fairness der Wahl

Die israelischen Parteien haben vor Ablauf der Frist 38 Kandidatenlisten bei der Zentralen Wahlkommission eingereicht. Die Parlamentswahl findet am 27. Oktober 2026 statt. Einer Umfrage des Israel Democracy Institute zufolge äußern 70 Prozent der jüdischen Israelis Bedenken hinsichtlich der Fairness dieser Wahl. Der Likud unter Führung von Netanjahu reichte eine Liste mit 35 Personen ein, Justizminister Jariv Levin steht auf dieser. Nach Berichten der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu liegt

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Die israelischen Parteien haben vor Ablauf der Frist am Dienstag 38 Kandidatenlisten bei der Zentralen Wahlkommission eingereicht, womit das Wettbewerbsfeld für die Parlamentswahl am 27. Oktober im Wesentlichen Gestalt annimmt. Nach Berichten von Al Jazeera werden die Listen am 27. September nach Überprüfung durch die Kommission endgültig festgelegt.

Da sich die Wahl nähert, ist möglicherweise weniger bemerkenswert, welche Seite vorne liegt, sondern das Vertrauen der Wähler in den Wahlprozess selbst. Einer Umfrage des Israel Democracy Institute zufolge äußern 70 Prozent der jüdischen Israelis Bedenken hinsichtlich der Fairness der Wahl 2026.

Die regierende Likud-Partei reichte eine Liste mit 35 Personen ein, angeführt von Premierminister Netanjahu, gefolgt von Energieminister Eli Cohen, Parlamentspräsident Amir Ohana und Justizminister Jariv Levin. Levin ist einer der zentralen Treiber der in den vergangenen Jahren umstrittenen Justizreformagenda; seine vordere Platzierung auf der Liste deutet darauf hin, dass die entsprechende politische Richtung in der nächsten Legislaturperiode fortgesetzt werden könnte. Die religiös-zionistische Partei von Finanzminister Bezalel Smotrich reichte ebenfalls in letzter Minute ihre Liste ein. Das von arabischen Parteien dominierte Bündnis „Vereinigte Liste" reichte ebenfalls vor Fristablauf seine Kandidatenliste ein.

Nach Berichten der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu liegt die wichtigste Oppositionspartei Jesch Atid in Umfragen vor dem Likud. Die Umfragen zeigen jedoch, dass keine einzelne Partei voraussichtlich eine parlamentarische Mehrheit erringen wird, sodass das endgültige Ergebnis von den kleineren Parteien und den Koalitionsentscheidungen nach der Wahl abhängen wird.

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