Welt und Sicherheit

Waldbrand am Mount Kenya: 8.700 Hektar verbrannt – Brandursache weiterhin nicht veröffentlicht

Laut Africanews haben die seit dem 1. September anhaltenden Waldbrände am Mount Kenya rund 8.700 Hektar Vegetation zerstört. Die Brandursache wurde von den Behörden bislang nicht veröffentlicht. Das Feuer bedroht Wälder, Feuchtgebiete und alpine Ökosysteme innerhalb des UNESCO-Weltnaturerbes sowie Wildtiere wie das vom Aussterben bedrohte Berg-Bongo und Gemeinden in Zentral- und Ostkenia, die auf die Wasserversorgung des Berges angewiesen sind.

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Laut Africanews haben die seit dem 1. September anhaltenden Waldbrände am Mount Kenya rund 8.700 Hektar Vegetation zerstört. Die Brandursache wurde von den Behörden bis heute nicht veröffentlicht.

Africanews berichtet unter Berufung auf die Umweltorganisation Mount Kenya Trust, dass mehrere Löschmannschaften am Dienstag weiterhin darum bemüht waren, die verbliebenen Brandherde unter Kontrolle zu bringen. Beteiligt sind der Mount Kenya Trust, der Kenya Forest Service, die Kenya Wildlife Service, die kenianischen Streitkräfte (Kenya Defence Forces), das Lewa Wildlife Conservancy sowie die Nichtregierungsorganisation Rhino Ark. Mitglieder der lokalen Gemeinden leisten Bodenarbeit, Tropic Air stellt Luftunterstützung.

Der Brand weckt Besorgnis über mögliche Schäden an Wildtieren, Wasserquellen und empfindlichen Hochgebirgslebensräumen. Der Mount-Kenya-Nationalpark und die umliegenden Naturwälder sind Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und umfassen Wälder, Feuchtgebiete und alpine Ökosysteme. Die Flüsse, die am Berg entspringen, versorgen Gemeinden, Farmen und Wildtiere in Teilen Zentral- und Ostkenias mit Wasser. Wird das Einzugsgebiet geschädigt, hat dies unmittelbare Folgen für die Wasserversorgung flussabwärts.

Im weiteren Ökosystem des Mount Kenya leben zahlreiche bedrohte Wildtierarten, darunter die vom Aussterben bedrohte Art Mountain Bongo (Berg-Bongo). Der Berg ist mit 5.199 Metern der höchste Gipfel Kenias und nach dem Kilimandscharo (5.895 Meter) im benachbarten Tansania der zweithöchste Afrikas. Äquatoriale Hochgebirgsökosysteme, Gletscher und biologische Vielfalt verleihen dem Berg globale ökologische Bedeutung.

Angaben zur verbrannten Fläche, zum Brandherd sowie zu konkreten Schäden an Hochgebirgslebensräumen und Wassereinzugsgebieten stehen weiterhin aus und müssen von den zuständigen Stellen noch veröffentlicht werden.

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