Londoner Polizei weitet Ermittlungen gegen Reform Party aus – Undercover-Aufnahmen werfen Fragen zu geheimen Auslandsspenden auf
Die Londoner Metropolitan Police weitet ihre strafrechtlichen Ermittlungen gegen die rechtspopulistische britische Reform Party (Reform U.K.) aus. Wie die New York Times berichtet, zeigen zuvor veröffentlichte Undercover-Aufnahmen, dass Parteifunktionäre offenbar geheime Spenden für einen ausländischen Spender arrangierten – ein möglicher Verstoß gegen das britische Verbot ausländischer Parteispenden.
Die Londoner Metropolitan Police weitet ihre strafrechtlichen Ermittlungen gegen die von Nigel Farage geführte rechtspopulistische Reform Party (Reform U.K.) aus. Wie die New York Times berichtet, zeigen zuvor veröffentlichte Undercover-Aufnahmen, dass Funktionäre der Partei offenbar geheime Spenden für einen ausländischen Spender arrangierten – ein möglicher Verstoß gegen das britische Verbot ausländischer Parteispenden.
Die betreffenden Aufnahmen sollen zeigen, dass Funktionäre der Reform Party sich trotz Kenntnis der ausländischen Herkunft des Betreffenden um politische Spenden bemühten. Die Polizei ermittelt nun auf Grundlage der britischen Wahlgesetze sowie der Regelungen zu Parteispenden; die Vorwürfe haben damit die Ebene der öffentlichen Debatte verlassen und werden strafrechtlich geprüft.
Wie die New York Times weiter berichtet, trat der Vorsitzende der Reform Party, Nigel Farage, am vergangenen Samstag in Birmingham in England auf dem Jahresparteitag der Reform Party auf, wo er unter dem Schutz von Sicherheitskräften erschien.
Das britische Recht enthält ein klares Verbot ausländischer Parteispenden – ausländische Staatsbürger oder im Ausland registrierte juristische Personen dürfen weder an britische Parteien noch an Kandidaten spenden; Verstöße können strafrechtlich verfolgt werden. Diese Regelung gilt seit Langem als zentrale Schutzlinie gegen die Einflussnahme externer Mittel auf britische Wahlen.
Der konkrete Stand der Ermittlungen bleibt unklar. Die Identität und Staatsangehörigkeit des ausländischen Spenders sowie dessen genaue Verbindungen zur Reform Party sind weiterhin nicht öffentlich bekannt; auch die Namen der betroffenen Funktionäre und mögliche Anklagepunkte wurden bislang nicht genannt. Farage selbst wurde bisher kein Fehlverhalten zur Last gelegt. Die Reform Party hatte zuvor Vorwürfe zurückgewiesen, illegal ausländische Spenden angenommen zu haben.
Noch keine Kommentare. Starten Sie die Diskussion.