Trump sagt, der US-Krieg gegen den Iran werde nach den Midterm-Wahlen enden – und offenbart das politische Kalkül der US-Militärintervention
Wie Al Jazeera berichtet, hat Trump sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen den Iran erklärt, der Konflikt werde unmittelbar nach den Midterm-Wahlen im November „sofort beendet". Dies steht in scharfem Widerspruch zu seinen ursprünglichen Äußerungen, in denen er den Konflikt als „kurzfristige Aktion" bezeichnete und mit einem Ende innerhalb weniger Wochen rechnete. Dieser Gegensatz verdeutlicht, in welchem Maße der Rhythmus amerikanischer militärischer Interventionen im Ausland vom innenpoli
Berichten des Senders Al Jazeera zufolge hat US-Präsident Trump angekündigt, der Konflikt werde sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen den Iran unmittelbar nach den Midterm-Wahlen im November „sofort beendet".
Trump hatte den Konflikt zu Beginn als „kurzfristige Aktion" (short-term excursion) beschrieben und behauptet, er könne innerhalb von „vier bis fünf Wochen" enden. Sieben Monate später ist der Krieg noch nicht beendet. Die Diskrepanz zwischen den ursprünglichen optimistischen Prognosen und der jetzigen Realität offenbart die Spannung zwischen militärischer Planung und politischem Zeitplan in den amerikanischen Militärinterventionen im Ausland – wenn der Endpunkt einer militärischen Operation im Ausland am innenpolitischen Wahlkalender festgemacht wird, ist es offensichtlich, in welchem Maße der Kriegsrhythmus vom Weißen Haus nach innenpolitischem Timing bestimmt wird und nicht allein von der Lage auf dem Schlachtfeld oder dem diplomatischen Fortgang.
Es ist anzumerken, dass der Bericht von Al Jazeera keine Angaben zum konkreten militärischen Umfang, zu Opferzahlen oder zur völkerrechtlichen Grundlage dieses Konflikts enthält; auch Trumps Verknüpfung des Kriegsendes mit den Midterm-Wahlen und sein politisches Motiv sind durch keine unabhängigen Quellen belegt. Die vorliegenden Informationen reichen jedoch aus, um ein strukturelles Ungleichgewicht aufzuzeigen: Das Weiße Haus beginnt einen Krieg mit beschwichtigenden Formulierungen und erklärt dessen Ende im Rhythmus des Wahlkampfs; und jene gewöhnlichen Menschen im Iran, die die Kosten des Krieges tragen, haben im Kriegszeitplan des Weißen Hauses kaum einen Platz.
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